VfL Stade von 1850

Der VfL Stade, in der gleichnamigen Hanse- und Handelsstadt am Südufer der Unterelbe zuhause, kickt seit 1990 im Fußballverband Niedersachsen – zuvor hatten die Blau-Weißen dem FV der „Freien und Hansestadt Hamburg“ angehört. Und bei den Hamburgern hatte der VfL auch seine größten Erfolge gefeiert. Der VfL Stade ist einer der ältesten Sportvereine Deutschlands.

Historisches über den Sportverein VfL Stade

VfL Stade Webseite

Screenshot der Webseite des VfL Stade Fußballverein
(www.vfl-stadefussball.de) aufgenommen am 22.06.2016

Schon die Wurzeln des Klubs sind ungewöhnlich. Der Männer-Turn-Verein (MTV) Stade wurde im Jahre 1850 gegründet und gehört damit zu den ältesten heute noch bestehenden Sportvereinen Deutschlands. Die erste Gründungswelle war zwei Jahre zuvor im Windschatten der Revolution aufgekommen und hatte u.a. den heutigen VfL Bochum 1848 hervorgebracht.

Seit 1913 wurde auch im MTV Fußball gespielt. Im September 1923 schlossen sich MTV und TV Jahn 1899 zum Turnerbund (TB) 1850 Stade zusammen. Doch noch im selben Jahr verlangten die „Turnführer“ der Deutschen Turnerschaft die „Reinliche Scheidung“. Turnvereine sollten in der Turnerschaft Mitglied sein und sonst nirgends. Also wurden landauf, landab der Fußball vor die Tür gesetzt. Die Stader Kicker verließen also den TB, schlossen sich mit dem Stader SC 1909 zusammen, um als Stader SV Fußball zu spielen. So blieb es bis zum Zweiten Weltkrieg.

„Goldene Fünfziger“ in der Amateurliga Hamburg

Nach dem Krieg machten auch in Stade die Überlebenden Inventur und stellten fest, dass weder die Turner noch die Fußballer allein weitermachen bzw. neu beginnen konnten. Der Standesdünkel der Turner hatte ohnehin ausgedient (Turnen hatte seine einstige Vorherrschaft in Deutschland völlig an „König Fußball“ verloren). Also schlossen sich TB und SV am 20.September 1945 zusammen und nannten sich fortan und bis heute: Verein für Leibesübungen, kurz: VfL Stade von 1850.

Und als VfL erlebte Stades Fußball die größte Zeit: Vom 1950 bis 1960 kickte VfL Stade zehn Jahre lang ununterbrochen in der Amateurliga Hamburg. Der höchsten Klasse des städtischen Verbandes, direkt unterhalb der Oberliga Nord. Die Saison 1954/55 ragt aus dieser Zeit noch hervor, belegte der VfL den vierten Platz mit 90:73 Toren und 39-25 Punkten aus 32 Spielen (die Hamburger Liga umfasste damals 16, manchmal gar 17 Vereine).

Lokalderby gegen Güldenstern als Höhepunkt

Absoluter Saison-Höhepunkt dieses Jahrzehnts war, zweimal im Jahr, natürlich das große Städtische Lokalderby „VfL gegen Güldenstern“ vor bis zu 5000 Zuschauern. Denn auch die Schwarz-Roten Lokalrivalen spielten von 1950 bis 1963 in der Hamburger Amateurliga. Der VfL hingegen stieg bereits 1960 als Fünfzehnter ab: Siegen Siege und fünf Remis aus 30 Spielen waren einfach zu wenig.

Die Einführung der Fußball Bundesliga im August 1963 hatte ein großes Stühlerücken zur Folge, um die Regionalligen aufzufüllen. Der VfL stieg noch einmal in die Amateurliga Hamburg auf (und verpasste das Derby, da Güldenstern just 1963 abgestiegen war), stieg jedoch direkt wieder ab. Die großen Zeiten für Stades Fußball waren vorbei.

Zweiter Höhenflug, Absturz und Fusion des VfL Stade

Im Jahre 1990/91, just zum Wechsel auf dem Hamburger Verband in den FC Niedersachsen, gelang dem VfL den Aufstieg in die Amateur-Oberliga Nord. Wo man sich nach einem neunten Rang 1991/92 aber nur zwei Jahre halten konnte. Das Zweite Jahr ist halt doch zumeist das Schwerste. Der VfL holte aus 32 Spielen gerade mal zwei Siege und acht Punkteteilungen und behielt bis zum Schluss die Rote Laterne. Bis 1994 wurde man aus der Amateur-Oberliga bis runter in die Bezirksliga Lüneburg-West durchgereicht. Anno 2000 gelang nochmal ein Durchmarsch in die Niedersachsenliga Ost. Die Fusion im Jahre 2016, mit TuS Güldenstern zum VfL Güldenstern Stade, erlebten die Blau-Weißen freilich wieder als Bezirksligist.

Hatte der VfL seine Heimspiele stets „Auf der Horst“ ausgetragen und der TuS Güldenstern seit 1945 auf der „Camper Höhe“ mit ihrer wuchtigen Holztribüne, so finden die Heimspiele des VfL Güldenstern heute im „Sparkassen-Stadion“ (2000 Plätze) der Sportanlage Ottenbeck statt. Aus den Blau-Weißen bzw. rot-schwarzen Vereinsfarben wurde eine Heimspiel-Kluft aus weißem Hemd, roter Hose und blauen Stutzen komponiert. An Anlehnung, natürlich, an den Hamburger SV. Eines haben die Weiß-Blau-Roten dem Großen Vorbild allerdings voraus: Sie sind bereits einmal aufgestiegen, wenn auch „nur“ in die Landesliga Lüneburg.

Der VfL Stade ist auch im Handball und Basketball ein Begriff

Die Fusion zum VfL Güldenstern betrifft ausschließlich den Bereich Fußball des Sportvereins. Der übrige Verein „VfL Stade 1850“ besteht weiterhin und hat sich unter anderem im Handball und Basketball einen Namen gemacht. Die Handball-Frauen gehen unter dem Spitznamen „Raubmöwen“ aus Punktejagd und pendeln zumeist zwischen Dritter Liga Nord und Oberliga Niedersachsen. Wenn auch klar im Schatten des benachbarten Erstligisten Buxtehude. Die Basketball-Männer der VfL haben es zwischendurch sogar bis in die zweite Bundesliga geschafft. Aktuell konnten Sie sich immerhin in der Regionalliga Nord stabilisieren.

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